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Protokolle und Jahresberichte, die älter als 2 Montate sind,

können unter dem Menüpunkt "Administration" - "Dokumente" eingesehen werden.


 

Sommerausflug 2010

Der diesjährige Sommerausflug führt uns auf den Säntis.

Datum: Samstag, 28. August 2010. Anmeldeschluss: Samstag, 21. August 2010.

Details zum Programm, sowie der Anmeldetalon kann >>hier<< als PDF-Datei (54KB) auf den Computer geladen und ausgedruckt werden.


 

Landessender Beromünster

Liebe Vorstandsmitglieder, liebe Besucher

Heute, am 3. Februar 2010 fand die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe Beromünster bei Swisscom Broadcast AG in Ostermundigen statt.

Anschliessende Angaben und Fakten sollen auch mein persönliches Protokoll darstellen.

1. Heute anwesend waren noch Hr. Burger, CEO Swisscom Broadcast AG; Hr. M. Schwaller, Rechtsdienst SB; Hr. Gotthard, SB; Hr. HP. Lang, Gemeindepräsident Beromünster und ich.

2. Heutige Ausgangslage: Die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe fand vor einem Jahr statt. Wir von HistoriAV haben dann einen Vorschlag zur vorgesehenen Gründung einer Stiftung Beromünster eingereicht (die Stiftungsurkunde lag im Entwurf vor und wurde durch Frau Tojan, Rechtsdienst SB erstellt.). Im Herbst 2009 hat dann der Kanton Luzern (nicht der Bund) den grossen Turm unter Denkmalschutz gestellt unter Ausschluss der restlichen Teile der Anlage. Die Denkmalpflege des Kantosn Luzern hatte eine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit in Frage gestellt und wollte nicht aus denkmalschützerischen Gründen eine Ruine hinterlassen.

3. Weitere Abklärungen hatten ergeben, dass die verpachteten Landstücke, die im Vermögen aufgeführt sind, gar nicht in eine Stiftung eingebracht werden können, da sie aus Gründen des bäuerlichen Bodenrechts nur den Pächtern direkt verkauft werden können. Der Verwaltungsrat der Swisscom Broadcast AG hat nun entschieden, den grossen Turm selber zu behalten und ihn zu sanieren. Die geschätzte Summe für die Sanierung beträgt ca. 1 Million Fr. Zur Finanzierung wollen sie möglichst die Ländereien und die drei Einfamilienhäuser einsetzen, die werden verkauft. Der Ostturm wird zu Lasten des Rückbaufonds abgebrochen, eine Sanierung käme zu teuer und mache keinen Sinn. Weiter müssen aus umweltschutzgründen sämtliche Kabel ausgegraben und entsorgt werden. Der grosse Turm müsse eine neue Elektrozuleitung erhalten (Positionslampen).

4. Zurzeit liegen neben der abgeschriebenen Stiftung noch 5 konkrete Vorschläge zur Nutzung des Sendegebäudes vor. Ein Rückbau auf die Gebäulichkeiten von 1931 ist nicht vorgesehen. Ich habe noch einmal darauf hingewiesen, dass die bestehende Gebäudesituation architektonisch schlecht sei und eigentlich nur ein Rückbau auf die ursprüngliche Form von 1931 (Bauhaus) Sinn machen würde. Am Freitag werden Besprechungen mit den Interessenten vor Ort geführt, unter Beizug der Gemeinde. Die Kriterien für eine Weitergabe sind klar: Nachhaltige Nutzung, nachhaltige Finanzierung, Garantie, dass die notwendigen Sanierungs- und Instandstellungsarbeiten am Gebäude durchgeführt werden (seinerzeitige Schätzung von SB ca. Fr. 1 mio.). Beigezogen werden noch Kanton und Gemeinde wegen den möglichen Nutzungsänderungen (in der Landwirtschaftszone!). SB will nicht in wenigen Jahren eine Ruine zurücknehmen müssen. Die Interessenten sehen im Übrigen alle eine Gebäudenutzung ohne wesentliche Beheizbarkeit vor.

5. Als Interessent steht für die SB ein Angebot des Künstlers Werner Ziehlann "Wetz", der schon den Tempelhof in Uffikon erfolgreich betreibt, im Vordergrund. Er bringt es immer wieder fertig, grosse Sponsoren für seine banale, dafür grosse Gegenwartskunst und "Kunst ohne Ziel und Zweck" zusammenzubringen. ... und das Volk kommt in Ströhmen .... - Wie wir schon öfter bemerkt haben: Technik findet keine Sponsoren, dafür "zwecklose Kunst". Vielleicht müssen wir uns überlegen ob wir die Branche wechseln sollen! -

6. Die drei Sender sind noch im Gebäude. Ein grosser Teil des Zubehörs im Gebäude sei entsorgt. Meine vorgängige Rückfrage beim Museum für Kommunikation, Hr. Kronig, ergab folgendes: Im Auftrag von SB hatte das Museum die ganzen Anlagen dokumentiert (Filme, Fotos, technische Unterlagen, Interviews mit Mitarbeitern, Pläne usw.). Sie hätten nur ein paar Museumsgüter mitgenommen (wahrscheinlich Ausstellung im grossen Senderaum). Sonst sei von ihnen nichts übernommen worden. Hr. Burger erwähnte, dass ein paar Sammler (wahrscheinlich Mitarbeiter) einen Teil mitgenommen hätten. Der Kommandoraum ist wahrscheinlich leer. Übrigens sei dieser ein Überbleibsel von Saanen und in Beromünster nie gebraucht worden (der Sender wurde ferngesteuert). Die jüngeren Sender will die SB möglichst zur Weiterverwendung verkaufen, ev. dem Hersteller zurückgeben. Der alte Röhrensender von 1963 würde wenn möglich im Gebäude verbleiben. Wenn der neue Benutzer das nicht brauchen kann oder nicht wünscht, würden sie ihn nach Ostermundigen nehmen und zur Besichtigung aufstellen.

7. Hr. Burger erwähnte zum Schluss noch, dass sie bei der ganzen Angelegenheit selber viel gelernt hätten. Einige Mitarbeiter seien sich der Bedeutung von historischen Gütern bewusst worden. Da sie bei sich immer wieder Führungen machen, würden sie auf dem Rundgang einige Ausstellungsgüter der Kommunikation ausstellen (vom Natel über Radio und Fernsehen bis zur Sendeanlage). Ein Museum wollen sie aber nicht sein. Vielleicht würden sie für die Realisierung wieder auf uns zurückkommen.

Abgeschlossen wurde diese letzte Sitzung mit einem Apéro.

Thun, 3. Februar 2010 David Pfister, HistoriAV

Mit freundlichen Grüssen
David